Jurys, Aufgabenteams, Sprachpaten...

Kreative Köpfe und Fremdsprachenfans

Natürlich haben wir eine Geschäftsstelle, die für den Wettbewerb zuständig ist. Doch wenn es um die Aufgabenerstellung geht, die Begutachtung der Beiträge und um didaktische Fragen, dann kommen sie ins Spiel: die vielen Menschen, die als Fremdsprachenexperten ehrenamtlich für den Bundeswettbewerb Fremdsprachen tätig sind.

Alle unsere Juries - und wir haben viele, die auf Landes -und auf Bundesebene tätig sind - arbeiten ehrenamtlich.

Ebenso die Teams, die die Aufgaben erstellen oder die Sprachpaten, die als ehemalige Teilnehmer anderen helfen, sich im Wettbewerb zurecht zu finden. Und die Gremien, die durch ihre Arbeit den Wettbewerb konzeptionell unterstützen, tun dies ebenfalls ehrenamtlich.

Auf dieser Seite werden wir nun immer wieder einige Menschen vorstellen, die mit viel Engagement und Begeisterung hinter dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen stehen.

ZUM BEISPIEL...





Maurizia I. Puglia,
Alumna, Jurorin und Aufgabenstellerin mit der Sprache Italienisch
:
Ich bin keine Lehrerin im klassischen Sinn... Mehr

...d.h. ich unterrichte in keiner Schule, sondern nur auf privater Ebene. Meine jüngste Schülerin z. Zt. ist vier Jahre alt und meine Älteste 89 Jahre. Ich habe einen Magister Artium in romanischer Philologie und Kunstgeschichte, einen Sprachabschluss der Edinburgh Language Foundation, einen Abschluss als Dolmetscherin und Übersetzerin. Ich bin freie Referentin an einer Gedenkstätte eines ehemaligen Konzentrationslagers und arbeite auch als freie Trauerpädagogin.

Wie kam ich dazu als Jurorin tätig zu sein?

Um all den oben genannten Tätigkeiten nachgehen zu können, musste auch ich ein Abitur machen und eine glückliche Fügung war, dass in meinen Oberstufenjahren gerade der Bundeswettbewerb Fremdsprachen ins Leben gerufen wurde. Sprachen waren und sind mein Leben, was meine damalige Französischlehrerin erkannt hatte. Sie hatte davon erfahren und animierte mich teilzunehmen. Die Teilnahme hat grundlegend mein Sein geprägt. Ich war der Schule ein wenig müde und um Abwechslung äußerst dankbar. Der Wettbewerb war Lernen in angewandter Form, die Prüfungen unterschieden sich von den Schulüberprüfungen - sowohl die schriftlichen als auch die mündlichen. Die Prüfer kamen aus allen Lebensbereichen (Diplomatie, Banken, Industrie, Hochschule und Schule), d.h. alle Prüfer achteten natürlich auch auf Korrektheit in der „fremden“ Sprache, darüber hinaus hatten sie aber auch ihre eigenen Kriterien für ihre Wertung, nämlich wie war unsere Aussagefähigkeit und Aussagekraft.

Ich ging als Preisträgerin hervor und konnte somit nach Edinburgh, wo ich meinen eingangs erwähnten Sprachabschluss machte. Ich lebte dort einen guten Monat in einer schottischen Familie, mit der ich heute noch in freundschaftlicher Beziehung stehe.

Sehr, sehr gute und echte Freundschaften sind aus der Zeit des Wettbewerbs bzw. aus den Treffen der Ehemaligen Preisträger entstanden. Ich bin sehr dankbar für diese „Geschenke“ in meinem Leben. Mit Freude bin ich bei den Endrunden dabei, denn die Begegnung der heutigen Teilnehmer hat für mich folgenden wichtigen Aspekt:
Ich darf etwas zurückgeben, was ich selbst erfahren durfte und mir sehr viel bedeutet hat und immer noch bedeutet.

Buona fortuna a tutti i partecipanti!


Astrid Schnabel,
Alumna, Sprachpatin, Ausschussmitglied und Jurorin mit der Sprache Englisch
:
Zum Bundeswettbewerb Fremdsprachen bin ich als Teilnehmerin gekommen... Mehr
... und nach der Schule dabei geblieben - zuerst als Sprachpatin, jetzt als Ausschussmitglied und Jurorin. Der Wettbewerb verbindet Schülerinnen und Schüler, bietet Herausforderung und unterstützt Begeisterung für Fremdsprachen. Hierzu möchte ich gerne einen kleinen Beitrag leisten und etwas zurückgeben.

Liebe Schülerinnen und Schüler: Macht mit und lernt Sprachen. Sprachen zu lernen und zu beherrschen ist mehr als eine gute Note auf dem Zeugnis, sondern öffnet Euch die Welt. Ich möchte auch gerade diejenigen zur Teilnahme ermutigen, die wenig Unterstützung erfahren.

Liebe ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb. Diejenigen von Euch, die gerne am Wettbewerb teilgenommen haben, sind eingeladen, sich einzubringen und den Wettbewerb mitzugestalten.


Tomas M. Mielke,
Juror im TEAM BERUF mit den Sprachen Englisch, Russisch, Niederländisch, Polnisch, Bulgarisch und Lettisch:

Jugend forscht und musiziert... Mehr
... und in diesem Fall spricht sie. Im Jahr 2000 wurde ich gefragt, ob ich als Juror für den Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Bereich Berufsbildung zur Verfügung stehen würde. Ich war skeptisch. Drei Tage Juryarbeit am Stück ist ganz schön viel.
Aber als Sprachwissenschaftler war ich einfach neugierig und habe Ja gesagt.

Der Wettbewerb ist ein echter Anreiz, dass junge Menschen sich durch Fremdsprachen neue Welten und Perspektiven für ihre Zukunft erobern. Dabei möchte ich mithelfen und freue mich als Juror jedes Jahr auf die eingereichten Arbeiten.

Mein stiller Dank, den ich nun endlich einmal äußern kann, gilt immer den Teilnehmenden mit ihren Beiträgen, die zuweilen unter schwierigen Bedingungen entstehen. Ich bin begeistert über jeden Wettbewerbsbeitrag und lerne für meine Arbeit mit Studierenden und jungen Erwachsenen viel darüber, welche Themen für Auszubildende gerade aktuell sind. Ihr Enthusiasmus ist ansteckend. Danke, paldies, спасибо ...!


Karina Fricke
Jurorin im SOLO und SOLO Plus mit den Sprachen Spanisch und Englisch:
Es begeistert mich... Mehr
...wenn ich bei jungen Menschen auf die Kombination von Begabung und Leistungsbereitschaft treffe – wir stärken die Motivation und die Persönlichkeitsentwicklung dieser Schüler, indem wir sie dazu ermutigen, ihrem Talent zu folgen und ihr Potenzial weiter auszuschöpfen.

Wenn unsere Schulbildung wirklich förderorientiert sein möchte, darf eine Förderung sich nicht nur an die schwächeren Schülerinnen und Schüler wenden, sondern muss auch den leistungsstärkeren Anreize und Raum zur Entwicklung bieten, wie zum Beispiel durch die Möglichkeit zur Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen SOLO.

Teamfähigkeit, Kreativität und Kommunikationsbereitschaft werden vor allem durch die Teilnahme in der Kategorie TEAM gefördert – damit trägt der BWF auch zum Erreichen wichtiger sozialer Schlüsselqualifikationen bei, die nicht nur für das friedliche Miteinander in unserer Gesellschaft unabdingbar sind, sondern auch die Umsetzung der Idee des "lebenslangen Lernens" erleichtern. Durch die Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen wächst zwischen den Schülerinnen und Schülern oft ein ganz besonderes Gemeinschaftsgefühl, sie gewinnen an Vertrauen und Selbstsicherheit, lösen Probleme gemeinsam und haben viel Spaß und Freude an der kreativen Arbeit.

Nicht zu Letzt gefällt mir am BWF auch die fruchtbare Zusammenarbeit und konstruktive Atmosphäre im Juroren-Team – von den Jurytagen komme ich immer wieder inspiriert und bereichert nach Hause zurück. Manchmal auch mit ein paar Pfund mehr, weil so liebevoll für unser leibliches Wohl gesorgt wird.


Britta Nolte,
Jurorin im Sprachenturnier mit den Sprachen Englisch und Französisch:

Zum BWFS bin ich durch einen glücklichen Zufall gekommen... Mehr
...als das Sprachenturnier bei mir im Norden stattfand und ich als Referendarin nur hospitieren wollte. Doch dann wurde noch dringend ein(e) Juror(in) für Englisch gesucht. Als Fremdsprachenlehrerin (Engl., Frz., DaZ) und großer Sprachenliebhaberin – ich spreche auch Finnisch und Dänisch – zögerte ich nicht und fiebere dem Wettbewerb seither jedes Jahr mindestens genauso entgegen wie die Teilnehmer.

Immer wieder fasziniert bin ich von der besonderen Atmosphäre. Der Austausch mit Teilnehmern und Juroren, die alle die Liebe zu Sprachen und somit zu anderen Kulturen und Reisen teilen, empfinde ich als Globetrotterin, die auch in Finnland, Frankreich, Kanada und Grönland gelebt hat, als sehr bereichernd. Zudem bin ich begeistert von den fremdsprachlichen Kenntnissen der Teilnehmer, ihrer Leistungsbereitschaft, ihrem Enthusiasmus und Gemeinschaftssinn. Es ist toll, dass sie schon jung ihre Leidenschaft und ihr Talent für Sprachen entdeckt haben.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, was für Möglichkeiten sich dadurch eröffnen und es macht mich glücklich, wenn ich sie als Jurorin darin bestärken kann.
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