drucken
 

Bundeswettbewerb Fremdsprachen wird 40

Der Traditions-Wettbewerb feiert Geburtstag

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen feiert seinen 40. Geburtstag. In den vergangenen vier Jahrzehnten hat sich manches geändert. Doch eines macht den Wettbewerb nach wie vor aus: Die Begeisterung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für andere Kulturen, Sprachen und Menschen.

Das Geburtstagsquiz

Wie gut kennst du dich mit dem Bundeswettbewerb Fremdsprachen aus? Teste dein Wissen in zehn Fragen rund um Sprachen und den Wettbewerb.

Chronik

  • 1979 - Der Startschuss
Erstmalige Ausschreibung des regional begrenzten Schülerwettbewerbs Fremdsprachen an den Schulen in Hamburg und Rheinland-Pfalz im September 1979.
  • 1981- Bundesweit
Ausschreibung des bundesweiten Schülerwettbewerbs Fremdsprachen an allen Schulen mit Sekundarstufe II in Deutschland im September 1981.
  • 1985 - Neue Wettbewerbe
Der seit 1985 Bundeswettbewerb Fremdsprachen genannte Wettbewerb wird in die Förderung der Bundesregierung aufgenommen; zugleich beginnt der Aufbau der Wettbewerbe für die Sekundarstufe I (Einzel- und Gruppenwettbewerb).
  • 1989 - Azubis
Start des Gruppenwettbewerbs für Auszubildende.
    • 1992 - 1. Sprachenfest
    Das erste Sprachenfest des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen findet in Bremen statt.
    • 1998 - Wir sind drin!
    Seit September hat der Bundeswettbewerb Fremdsprachen einen Internetzugang.
    • 1999 - 1. Sprachenturnier
    Das erste Sprachenturnier des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen findet in Hamburg statt.
    • 2000 - Ehrung
    Der Gruppenwettbewerb für Auszubildende wird mit dem Europäischen Sprachensiegel ausgezeichnet.
    • 2007 - 1. Azubiturnier
    Das erste Azubiturnier findet in Schweinfurt statt. Seitdem ist es fester Bestandteil im TEAM BERUF.
    • 2014 - Großer Finaltag
    Zum 25. Jubiläum gibt es eine große Feier mit 350 Gästen in Köln. Mit den Siegern der Wettbewerbskategorie SOLO 10+ werden Deutschlands größte Fremdsprachtalente gekürt. BWFS-Alumni Ingo Zamperoni meldet sich per Videobotschaft aus Washington.
    • 2017 - Neue Aufgabenformate
    Teilnehmende in den Kategorien SOLO und SOLO Plus reichen erstmals selbstgedrehte fremdsprachige Videos ein.
    • 2018 - KMK und Sprachenfest
    Die Kultusministerkonferenz entscheidet, dass die Ausrichtung des Sprachenfestes immer in den Händen des Bundeslandes liegen soll, dass zu dieser Zeit die KMK-Präsidentschaft trägt.

Bernhard Sicking

Bernhard Sicking

  • Leiter
    Bundes­wettbewerb
    Fremd­sprachen
  • (02 28) 959 15-31

133 Schüler nahmen am ersten „Schülerwettbewerb Fremdsprachen“ teil – so hieß der Bundeswettbewerb in seiner ersten Auflage 1979. Anfangs regional auf Hamburg und Rheinland-Pfalz begrenzt, wird der Wettbewerb seit 1981 bundesweit durchgeführt. Nach den ersten sechs Jahren als Oberstufenwettbewerb öffnete sich der Sprachen-Contest 1985 auch für die Sekundarstufe I. 1989 kam dann der Gruppenwettbewerb für Auszubildende – die heutige Wettbewerbskategorie TEAM BERUF – hinzu, der somit in diesem Jahr 2019 einen eigenen runden Geburtstag feiert.

Vergrößern
Preisträgerinnen der ersten Preisverleihung 1981
40 Jahre sind ein stolzes Alter: Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen gehört damit zu den traditionellen Schülerwettbewerben in der Bundesrepublik. Mittlerweile machen jedes Jahr mehr als 15.000 Schüler beim Bundeswettbewerb mit. In ganz Deutschland engagieren sich Lehrer ehrenamtlich für den Wettbewerb, korrigieren Aufgaben und unterstützen ihre Schüler bei der Vorbereitung.


Mehr als Vokabeln lernen

Ein Wettbewerb, der Fremdsprachen zum Thema hat, ist natürlich immer – in den Angeboten wie auch in den Wettbewerbsaufgaben – vielfältig und bunt. Nicht nur die besonderen Aufgabenstellungen der unterschiedlichen Wettbewerbskategorien, auch das Zusammenspiel mit anderen, die Kommunikation und die kreative Herangehensweise begeistern Teilnehmer seit Beginn des Wettbewerbs. Ob alleine oder im Team, als Sprachanfänger oder als Fortgeschrittene – der Bundeswettbewerb Fremdsprachen bietet Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit, sich (fremd-)sprachlich auszuprobieren, sich Herausforderungen zu stellen und vor allem auch mit Gleichgesinnten zusammenzukommen.

Vergrößern
Da treten die Preise, die für besonders gute Leistungen auf Landes- und auf Bundesebene verliehen werden, schon fast in den Hintergrund. Dennoch sind und waren sie natürlich zusätzlicher Anreiz zur Teilnahme. So etwa werden seit Beginn des Wettbewerbs jährlich Preisträger in die Förderung der Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen. Doch auch mit Geld- und Sachpreisen, Reisepreisen und der Teilnahme an besonderen Veranstaltungen und Seminaren werden Teilnehmer für ihre tollen Leistungen geehrt.

"Es war eine wunderbare Zeit, uns wurde viel geboten..."

Wenn man wissen möchte, warum dieser Wettbewerb bereits seit 1979 begeistert, fragt man am besten ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer...

Vergrößern

...zum Beispiel Beate Angelika Kraus. Sie ist Teilnehmerin der ersten Stunde. 1979 fand sie ein Plakat des neuen Wettbewerbs in ihrer Schule, meldete sich an und belegte gleich einen ersten Platz.
Mehr
Welche Erinnerung haben Sie an den Bundeswettbewerb Fremdsprachen?
Es war eine wunderbare Zeit, uns wurde viel geboten, darunter eine Preisträger-Fahrt zur Europäischen Union nach Brüssel. Wir waren hochmotiviert, Zukunft mitzugestalten (und hätten nie gedacht, dass es zu einer Krise in Europa oder gar zum Brexit kommen würde).

Wissen Sie noch, welche Aufgaben Sie bearbeiten mussten? Mit welchen technischen Mitteln? Was ist Ihnen in Erinnerung geblieben?
Mein Thema für die französische Hausarbeit in der dritten Runde lautete: „Zeigen Sie an konkreten Beispielen einige Parallelen zwischen Malerei, Musik und Dichtung im französischen Impressionismus. Gibt es Entsprechungen dazu im deutschen Kulturraum?“
Das klingt für mich heute eine Nummer zu groß, aber damals hatte ich keine Skrupel. Meine Arbeit entstand handschriftlich, dann tippte ich die Reinschrift auf einer elektrischen Schreibmaschine, die Abbildungen und Musikbeispiele wurden fotokopiert und hineingeklebt.


Welche Tipps können Sie Jugendlichen geben, die heute am Wettbewerb teilnehmen?
Für Euch beginnt eine wunderbare Zeit außerhalb der Schule, genießt sie! Dazu gehört auch das Kennenlernen von anderen, die sich gleichfalls für Sprachen interessieren. Und: Als Kind deutscher Eltern, ohne internationalen Hintergrund oder Auslandsaufenthalte, hätte ich nie gedacht, dass ich einen ersten Preis erhalten würde. Hier geht also sehr viel…

In der Schule war ich unterfordert und habe mich oft gelangweilt. Der Wettbewerb war für mich in der Oberstufe sehr wichtig, ich schloss neue Freundschaften, und es eröffneten sich Perspektiven Richtung Studium.

Diesen Artikel weiterempfehlen:
facebook twitter Google